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Zweijährige Weiterbildung zum Systemaufsteller/in


Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Menschen in medizinischen, psycho-sozialen, und pädagogischen Berufen sowie Anwälte, Mediatoren, Berater, Coaches, Führungskräfte, Politiker - und Menschen, die für ihre jeweilige berufliche Tätigkeit eine Zusatzqualifikation anstreben. Weiterbildungspunkte wurden von der Ärztekammer Niedersachsen bewilligt.

 

Ausbildungsinhalte

1. Geschichte der Aufstellungsarbeit, die sich im permanenten Wandel befindet.

- Entwicklung Familienstellen (Hellinger)
- Weiterentwicklung bis heute
- Phänomenologie
- Vielfalt
 

2. Abgrenzung und Gemeinsamkeiten in Bezug auf andere Therapiemethoden.

3. Dynamiken und Ordnungen der Aufstellungsarbeit

- (Herkunfts- / Gegenwartsystem)
- Paardynamiken
- Schuld- / Opferdynamiken
- Umgang mit psychosomatischen und psychatrischen Erkrankungen

4. Systemische inhaltliche Bewegungen, Umgang mit Gefühlen

- Systemische Entwicklungen
- Umgang mit Gefühlen: primäre/sekundäre unterbrochene Hinbewegung

5. Erkennen der methodischen Vielfalt der Aufstellungsarbeit und Vorgehensweise

- Methodenvielfalt
(Familien-, Organisations-, Strukturaufstellung, Bewegung der Seele, Autopoetische Aufstellung, Einzelsetting, Symbolaufstellung, Imaginationsaufstellung, verdeckte Aufstellung)
- Art des Settings - Unterschiede des Aufbaus - Methodisches Vorgehen- Anliegenklärung Gesprächsführung- Therapeutische Intervention- Rundenarbeit – Genogramm – Hypothesenbildung – Aufbau und Intervention in einer Aufstellung – Virtuale und Lösungssätze- Stellvertretung und repräsentierende Wahrnehmung
Widerstand / Abbruch / Wiederaufnahme der Arbeit
direktive / nondirektive Leitung
Diagnostik / Indikationen / Kontraindikationen
Krisenintervention und – prävention
Vor- Nacharbeit / Dokumentation

6. Strukturaufstellung

- Praxis und Besonderheiten in verschiedenen Anwendungsfeldern und Settings, Psychotherapie, Beratung, Pädagogik, soziale Arbeit, Supervision, Coaching, Organisationsentwicklung

7. Organisationsaufstellung

- Umgang in Situationen mit Aufstellungsinhalten
- Organisationsanliegen
- Organisationsdynamiken , Rangordnung

8. Symptomaufstellung / Zelluläre Aufstellung

- Verknüpfung von Aufstellung und Homöopathie

9. Trauma Entstehung

- Verschiedene Therapieansätze in traumatischen Situationen

10. Phänomenologische Haltung

- Philosophische – ethische Hintergründe
- Achtung – Ernst – Furchtlosigkeit
- Absichtslosigkeit
- Schulung von Sammlung, Wahrnehmung, Präsenz

11. Möglichkeiten und Grenzen von Aufstellungsarbeit.

12. Verknüpfung von Aufstellungsarbeit und anderen Therapieprozessen. 

 

Ausbildungsziele

Vermittlung theoretischer Grundlagen, Wahrnehmungsschulung und intensives Vertiefen der gewonnenen Erkenntnisse in praktischen Übungen. Die Teilnehmer lernen, die Dynamiken und Ordnungen des systemischen Denkens zu erkennen und lösungsorientiert in ihrem jeweiligen Berufsfeld zu integrieren.

 

Die Weiterbildung umfasst  

Dauer: 2 Jahre
Umfang: 24 Tage Theorie und Praxis

 

Anerkennung Systemaufstellen IsFW außerhalb der Ausbildung

Mindestens 8 Tage Selbsterfahrung
Mindestens 5 Tage Supervision
Mindestens 5 Tage Arbeit in Peergruppen
Mindestens 6 Tage Hospitation in Aufstellungsseminaren bei einem Systemaufsteller

Anerkannte Systemaufsteller (IsFW) verpflichten sich zu kontinuierlicher Weiterbildung und Supervision - mindestens 20 Stunden pro Jahr. Der Nachweis der Supervisions- und Weiterbildungspflicht erfolgt alle fünf Jahre. Wird dieser Pflicht nicht nachgekommen, kann die Anerkennung als Systemaufsteller (IsFW) entzogen werden.

 

Anerkennung Systemaufstellen DGfS

 Voraussetzungen 

1.      Weiterbildung IsFW

2.      Selbsterfahrung / Supervision / Peergroup / Seminarhospitation

3.      Berufliche Voraussetzungen

Die BewerberInnen verfügen über einen abgeschlossenen, in der Regel psychosozialen, pädagogischen, medizinischen, beratenden oder psychotherapeutischen Grundberuf und dreijährige Berufserfahrung. Personen anderer Berufsgruppen, die als Quereinsteiger in das oben genannte Berufsfeld eingestiegen sind, können nur anerkannt werden, wenn sie bereits über eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in dem oben genannten Berufsfeld verfügen.

4. Beratungsweiterbildung und/ oder Therapieweiterbildung 

Die BewerberInnen haben eine qualifizierte Beratungsweiterbildung und/oder eine Therapieweiterbildung absolviert. Es müssen nachgewiesen werden

Mindestens 30 Tage Weiterbildung
Mindestens 10 Tage Gruppenselbsterfahrung
Mindestens 20 Stunden Einzelselbsterfahrung  

5. Patenschaft

Dem Antrag auf Anerkennung als Systemaufsteller (DGfS) muss ein Empfehlungsschreiben (Patenschaft) eines anerkannten Systemaufstellers (DGfS)  beiliegen. Der Pate unterstützt den Antrag und bescheinigt, die Arbeit des Antragsstellers zu kennen. Hinweise zur Formulierung für die Patenschaftserklärung können in der Geschäftsstelle der DGfS angefordert werden. 

Diese Bedingungen beziehen sich auf die Website der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS).

 

Kosten 

Die Kosten der Weiterbildung belaufen sich insgesamt auf 6.460 € inklusive Verpflegung und Lehrmaterialien.

 

Weiterbildungsvertrag

Anmeldung Zweijährige Weiterbildung Systemische Therapie und Beratung